Geschätzte Leser
Nun da auch die letzten Konfetti fast gänzlich von der Zugerstrasse verschwunden sind, wird jedem schmerzlich klar: Die Wädi-Fasnacht 2019 ist vorbei und wir finden es ist Zeit ein kurzes Resümee über die letzten 4 Tage zu ziehen:

Freitag
Der Freitag stand ganz im Zeichen der letzten Vorbereitungen und dem Schnitzelbankfest. Die letzten Vorbereitungen haben wir dann mit dem Einrichten unseres «Basislager und Brushraums» ziemlich schnell abgeschlossen (Danke allen die Mitgeholfen haben), so dass wir uns dem Schminken und dem Schnitzelbank widmen konnten. Für all jene die noch nicht an einem Schnitzelbankfest waren – die Trubadix hat auch eine eigene Schnitzelbank-Gruppe: die Luggenbüesser – der Name ist Programm, oder zumindest war das vor Jahren so. Seit langer Zeit sind die Luggenbüesser nun ein fester Bestandteil am Schnitzelbankfest. Und natürlich darf auch die Trubadix am Schniba – wie die Wättischwiler ihr Schnitzelbankfest nennen – nicht fehlen. So hatten wir nach der Pause unseren grossen Auftritt, und ich denke wir dürfen sagen: Wir haben Stimmung gemacht!!! Anschliessend widmeten wir uns unserer 2. liebsten Aufgabe nach dem Musizieren, das Zelebrieren der Wädenswiler-Fasnacht… 😉

Samstag
Wie jeden Morgen an der Wädi-Fasnacht beginnt dieser – nein nicht (bei allen) mit Kopfweh – sondern mit Schminken. So haben wir ca. 2.5 Stunden bis wir alle Trubadixler, Freunde und Familien «gebrusht» haben und anschliessend geht es ans Einrichten unseres Guggenplatzkonzert an der Türgass. Ich sag es mal so: bis auf das Wetter war der Anlass ein voller Erfolg – trotz der örtlichen Verschiebung von ca. 50 Meter die Türgass hoch. Danke allen Gugger, Zuschauer, Konfetti-Werfern und Anwohner für diesen sensationellen Anlass. Nach dem Anlass heisst es wie jedes Jahr: Fötzelen! (hier eine Notiz an mich selbst: wir könnten das nächste Jahr mal Abfalleimer aufstellen 😉) bevor es dann an die Umzugsaufstellung ging und wir uns nach ein paar Minuten einreihen konnten und den ersten von drei Umzügen laufen durften. Nach dem Umzug standen noch zwei Platzkonzerte auf dem Linden- und Kantonsplatz auf dem Programm bevor es dann um 23.30 an den Maskenball in der Kulturhalle ging. Anschliessend – das darf ich glaub sagen – waren wir alle froh, dass dieser Auftritt unser Letzte für heute war.

Sonntag
Ja, wie bereits gesagt, auch heute begann der Tag mit Schminken. Und anschliessend hatten wir unseren obligaten und traditionellen Fototermin beim Schulhaus Glärnisch. Und bis alle Portrait-, Register-, die-gesamte-Gugge-, Freunde- und Familien-Fotos gemacht waren, benötigten wir einiges an Zeit. So hiess es dann um 14.00 Uhr an die Umzugsaufstellung zu gehen, wieder einreihen und los marschieren. Wobei, fairer Weise muss man bei uns sagen, mit marschieren hat das nicht viel zu tun. 😉

Und wenn wir schon beim Sonntag sind, dann müssen wir noch kurz über das Wetter sprechen. In meinem letzten Bericht habe ich noch davon geschwärmt wie schön das Wetter in Sion war und habe noch vermutet, dass uns das Wetter in Wädenswil einen Strich durch die Rechnung macht. Nun kann ich sagen, den grössten Strich hat mit Sicherheit der Wind am Sonntag und Montag gemacht. Denn mit zu viel Wind ist das tragen unsere Köpfe kaum möglich. Das war auch der Grund warum wir seit gefühlten 100 Jahren zum ersten Mal ohne Köpfe an den Umzügen teilnahmen. Besonders leid tut mir das für die Zuschauer - die trotz Regen, Schnee und Wind am Strassenrand ausgeharrt und uns angefeuert haben – sowie für unsere Fahnen-Frau Fabi, die in unzähligen Stunden und mit sehr viel Herzblut alle Köpfe alleine hergestellt hat und für Fabi wäre es der krönende Abschluss gewesen ihre Meisterwerke an allen 3 Umzügen in Wädenswil zu präsentieren. Aber wie musste bestimmt jeder von uns schon schmerzlich erfahren: 1. Es kommt anders und 2. als man denkt!!! Dennoch Fabi, die nächste Fasnacht ist ca. so in 11 Monaten und wir beten jetzt schon für gutes Wetter.

Nach dem Umzug hiess es kurz die Umzugsverpflegung aufzusuchen bevor es dann an unseren letzten offiziellen Auftritt an den Lindenplatz ging. Und da der Umzug bereits früher fertig war – als von der NFG angenommen, mussten wir kurzerhand unsere Leute noch etwas früher wieder zusammentrommeln als das abgemacht war und ja –, das ist nicht ganz so leicht… Aber scheinbar hatten wir es geschafft, denn es standen alle auf der Bühne… Mmmmhhh wirklich alle? NEIN… ein einsames Sousi kam noch aus der Menge gelaufen und platzierte sich dann doch pünktlich zum ersten Ton.

Ein Highlight war dann noch das Zusammenspielen mit der Guggenmusig Gärschtabüüch. Muss sich wohl wie ein Traum angefühlt haben für unseren Spieli Mike. Einmal 50-60 Gugger zu dirigieren und den «Moment» zu spielen. Danke Guggemusig Gärschtebüüch für dieses Highlight an der Wädifasnacht und für das Glänzen in den Augen unseres Spielleiters!

Nun Sonntag ist Schützi-Tag, und so gingen wir mit dem Bus – was immer wieder ein lustiger Event ist. Die ganze Gugge in eine Linienbus zu bringen (vor allem für alle anderen Passagiere welche nicht zwingend immer etwas mit der Fasnacht zu tun haben) – in Richtung Au, Haltestelle Schützenhaus. Im Schüützehuus angekommen gab es zuerst einmal ein kleines Ständchen, wo auch Remo – der fast neue Barkeeper im Schützi – zum ersten Mal die Trubadix mit den Sünneli dirigieren durfte. So viel gespiele macht natürlich hungrig und so kam ratz fatz das Essen und wir genossen eine etwas ruhigere Pause in der Au bevor es dann um 22.00 wieder nach Wädi ging, wo wir noch zwei, drei Auftritte hatten und anschliessend die Instrumente wieder ins Basislager brachten.

Montag
Nun auch am Montag hiess es wieder Schminken – und langsam habe ich es echt gesehen mit diesen Farben - und anschliessend wieder Umzug und dann Verpflegung im Glärnisch. Und da dieses Jahr bei der Organisation irgendetwas schiefgelaufen ist, hatten wir keinen Auftritt an der Kindermaskenprämierung – aber wir können euch beruhigen. Es ist alles geklärt und nächstes Jahr sind wir wieder dabei.

Um 16.00 hiess es los ins Altersheim Fuhr, wo wir den etwas älteren Bewohnern von Wädenswil die Fasnacht etwas näherbringen dürften. Und das Spielen im Altersheim ist für uns auch immer etwas ganz Spezielles, denn hier darf man auch das Instrument mal mit jemanden wechseln und man kann so mal in andere Register reinschnuppern.

Wenn Sonntag Schützi-Tag war, so ist der Montag Gambrinus-Tag. Heisst, Feuerstein!!! Nach dem Essen und mit fast zu vollem Bauch hatten wir dann noch drei kleinere Auftritte bevor es dann am 22.45 zum Grande Finale an den Lindenplatz ging. Zuerst gaben wir ein paar Stückli zum Besten, bevor dann unsere Freunde von den Wadin Schränzern und Tambouren zu uns stiessen. Nach zwei gemeinsamen Stückli machten wir die Bühne frei für die Tambouren und somit war dann auch unsere Fasnachtssaison offiziell zu Ende. Klar, dass wir uns den Auftritt der Tambouren und Wadin Schränzer nicht entgehen lassen konnten. Und dann nach einem letzten Absacker, trat dann auch euer Schreiberling seinen Heimweg an.

Nun ist es also soweit…
Das Gwändli an den Nagel gehängt
Das Instrument versorgt…
Bye bye Wädi-Fasnacht 2019.

Jetzt heisst es erholen und ein wenig die Seele «labambele la».

Aber bitte vergesst nicht: Nach der Fasnacht ist vor der Fasnacht! So haben die Vorbereitungen für das neue Gwändli für die Saison 2020 bereits begonnen und auch die Suche nach neuen «Stiften» läuft auch Hochtouren, denn wie ihr wisst wir haben ja noch einen Traum.

In diesem Sinne, möchte ich mich als Schreiberling von euch verabschieden. Es war mir eine Freude euch über die letzten Monate zu begleiten und hoffe ihr hattet hin und wieder Spass, einen Artikel von mir zu lesen.

Beste Grüsse
Euer Schreiberling